Am Freitag, den 20. November 2009, fand sich eine kleine, aber
interessierte Gruppe der
Jungen Akademie im Filmmuseum am
St.-Jakobs-Platz in München zu einem anregenden Gesprächsabend zusammen.
Sie besuchten das Internationale Festival der Filmhochschulen, das
alljährlich Studenten und junge Filmemacher aus mehr als 20 Ländern
versammelt.
Themenschwerpunkt für die Junge Akademie bildeten die „Climate Clips“ –
kurze Filme,
die Klimawandel und Energienutzung zum Inhalt haben und
in einem Sonderwettbewerb der Stiftung Nagelschneider prämiert wurden.
Zwei der Nachwuchsregisseure, die sich mit ihren Klimafilmen am
Wettbewerb beteiligten,
Eva Münnich (Offenbach) und
Holger Kettner (Berlin), trafen sich mit den
Teilnehmerinnen
und Teilnehmern der Jungen Akademie, um über ihre
nominierten Filme, ihr Studium und ihre Profession, das Filme-Machen, zu
sprechen. Susana Gomes, bei der Internationalen
Münchner Filmwochen GmbH für die Programmauswahl zuständig, moderierte
das Gespräch.
„Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Umweltschutz
selbstverständlich ist“, erläuterte Holger Kettner seine Ambitionen für
den Klimaschutz. Sein zusammen mit seiner Studienkollegin Laura Geiger
gedrehter Film „Die Anderen“ stellte sich am folgenden Tag als Gewinner
des Klima-Wettbewerbs heraus. Die Jury urteilte über den Kurzfilm:
„Voller Ironie, satirischer Zuspitzung und mit schnell wechselnder
Kameraeinstellung zeigt der Clip DIE ANDEREN von Laura Geiger und Holger
Kettner unsere tägliche ‚Energieverschwendung’ in einer häuslichen
Szene und nimmt uns damit alle in die Verantwortung. Ein komplexes Thema
wird für die Jury inhaltlich und technisch bewundernswert und souverän
in knapp einer Minute abgehandelt.“
Inspirierend war für die Gäste von der Jungen Akademie beim Gespräch
besonders die Gegenfrage der Film-Studenten, auf welche Weise sie das
Thema „Klimaschutz“ in weniger als einer Minute Film umgesetzt hätten.
Diese Frage war für die Filmlaien alles anders als leicht zu
beantworten. Einigkeit herrschte zumindest darin, dass
Weltuntergangsszenarien ebenso wie arktische Idyllen inzwischen zu
abgegriffen sind, um noch wirkungsvoll für die Thematik zu
sensibilisieren.